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Ein Welpe zieht ein – Impfen, entwurmen… aber mit Köpfchen.

Der Einzug eines Welpen ist ein magischer Moment. Plötzlich ist da ein kleines Wesen, das uns mit grossen Augen anschaut, voller Vertrauen, voller Leben. Und mit diesem neuen Familienmitglied kommen viele Fragen: Was braucht mein Welpe jetzt wirklich? Was ist Pflicht – und was vielleicht doch überdenkenswert?

Als ganzheitlich orientierte Ernährungsberaterin mit  Erfahrung im Umgang mit Hunden möchte ich Dich dazu einladen, einen Schritt zurückzutreten. Nicht alles, was üblich ist, ist auch sinnvoll. Vor allem, wenn es um Impfungen und Entwurmungen geht.

Entwurmung – ein Eingriff, der oft nicht hinterfragt wird

Viele Welpenbesitzer entwurmen „nach Plan“ – alle paar Wochen, rein prophylaktisch. Aber hast Du Dich schon einmal gefragt, was ein Wurmmittel eigentlich macht?

Wirklich jede Entwurmung tötet nicht nur mögliche Parasiten, sondern auch grosse Teile der sensiblen Darmflora. Und genau diese Mikroorganismen sind entscheidend für ein funktionierendes Immunsystem, eine gute Verdauung und das emotionale Gleichgewicht Deines Hundes. Vor allem bei Welpen, deren Immunsystem sich gerade erst entwickelt, ist das eine enorme Belastung.

Und die Folgen? Eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora kann langfristig zu chronischen Problemen führen – von wiederkehrendem Durchfall bis hin zu Allergien, Hauterkrankungen und Unverträglichkeiten. Denn: Ein gesunder Darm ist die Basis für ein stabiles Immunsystem. Wird dieses zu früh und zu häufig durch chemische Wirkstoffe beeinträchtigt, kann das allergische Reaktionen sogar begünstigen oder verstärken.

Würdest Du selbst regelmässig Antibiotika einnehmen – nur für den Fall, dass Du vielleicht krank bist? Genau das tun wir mit unseren Hunden, wenn wir bedenkenlos entwurmen, ohne überhaupt zu wissen, ob ein Wurmbefall vorliegt.

Mein Tipp: Lass vor jeder Entwurmung eine Kotuntersuchung machen. Nur wenn tatsächlich ein Befall vorliegt, sollte behandelt werden.

Impfungen – ein Balanceakt zwischen Schutz und Überforderung

Auch beim Thema Impfen ist Nachdenken gefragt. Es ist nicht die Frage ob Du Deinen Hund impfen lässt, sondern wie und wann. Denn nicht jeder Impftermin ist zwingend notwendig – schon gar nicht im Welpenalter.

Viele Impfstoffe werden ab der 8. Woche empfohlen. Doch in diesem zarten Alter steckt der Welpe gerade mitten im Übergang von der mütterlichen Nestwärme in die neue, unbekannte Welt. Sein Immunsystem arbeitet auf Hochtouren – und wird oft durch die Impfung zusätzlich überfordert.

Frage Dich: Muss das wirklich jetzt sein? Oder kann ich manche Impfungen auch später nachholen – dann, wenn mein Hund stabiler ist?

Dr. Jutta Ziegler betont in ihrer Arbeit immer wieder: Nicht jedes Impfschema passt zu jedem Hund. Pauschale Empfehlungen sind bequem – aber sie gehen oft an den individuellen Bedürfnissen vorbei.

Auch hier gilt: Ein gereiftes Immunsystem kann Impfstoffe besser verarbeiten. Wird zu früh geimpft, während die Darmflora gleichzeitig durch häufige Entwurmungen geschwächt ist, steigt das Risiko für überschiessende Immunreaktionen – also genau die Allergien, die viele Hunde heute schon in jungen Jahren entwickeln.

Was Welpen wirklich brauchen

Sicherheit. Ruhe. Liebe. Und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur durch blinden Gehorsam gegenüber Empfehlungen, sondern durch aufmerksames Hinterfragen.

Ein starker Welpe entsteht nicht durch übermässige „Vorsorge“, sondern durch Balance: gesunde Ernährung, artgerechte Haltung, möglichst wenig Chemie – und wenn nötig, gezielte Unterstützung auf Basis klarer Diagnosen.

Wenn Du gerade einen Welpen bei Dir aufgenommen hast oder planst, einem kleinen Hund ein Zuhause zu geben: Nimm Dir Zeit. Sprich mit Menschen, die Erfahrung haben und nicht dogmatisch denken. Und vor allem – hör auf Dein Bauchgefühl. Denn oft weisst Du intuitiv, was Deiner kleinen Fellnase wirklich guttut.

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